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6. Europäische Konferenz “HEALTHY WORK – HEALTHY LIFESTYLE – HEALTHY BUSINESS"

Die 6te europäische Konferenz in Perugia, Italien im April 2009 bildete den Abschluss der 7. Initiative „Move Europe – Europa bewegt sich“ des Europäischen Netzwerkes für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP).

Hintergrund dieser von der europäischen Kommission unterstützten Initiative ist die weltweite Zunahme chronischer Erkrankungen. Trends prognostizieren, dass in den nächsten zehn Jahren weltweit bei mehr als 300 Millionen Menschen die Todesursache eine chronische Krankheit sein wird. Allein im europäischen Raum trägt nur eine kleine Zahl von chronischen Krankheiten den Hauptteil der Krankheitslast. Der wesentliche Teil ist den Herz-Kreislauf- Erkrankungen (23 %), psychischen Gesundheitsproblemen (20 %) und Krebsleiden (11 %) zuzuschreiben. Und, nur wenige – meist beeinflussbare – Risikofaktoren spielen für chronische Krankheiten eine Rolle: Bluthochdruck, Tabak und Alkohol, hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel sowie Stress (1,2). Untersuchungen zum gesundheitlichen und ökonomischen Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung belegen zudem, dass Gesundheitsförderungsprogramme in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Rauchen und Stress im betrieblichen Umfeld nachweislich zu einer Reduzierung der Gesundheitsrisiken führen (3).

Für zwei Tage kamen rund 300 Experten und Interessierte aus ganz Europa zusammen, um sich in warmer und freundlicher Atmosphäre zu informieren und auszutauschen. Wie in der Initiative lag auch der Schwerpunkt der Konferenz auf dem Themenfeld „Förderung gesunder Lebensstile in der Arbeitswelt“. In den verschiedenen Präsentationen und Vorträgen wurde aufgezeigt, das es unstrittig ist, dass es für eine nachhaltige Gesundheitsförderung nicht genügt, nur an den arbeitsbedingten Verhältnissen und Verhaltensweisen zu arbeiten. Vielmehr ginge es darum, den Lebensstil der Beschäftigten im privaten wie im betrieblichen Leben positiv zu beeinflussen. Zudem wurde herausgestellt, welche gesellschaftliche Bedeutung vor allem eine ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und psychische Belastungen haben und wie diese die Arbeitswelt finanz- und organisationell beeinflussen. In den sich jeweils anschließenden Breakout Sessions wurden Methoden und Strategien vorgestellt und diskutiert, mit denen ein gesunder Lebensstil im betrieblichen Umfeld gefördert werden kann. In jedem der vier Themenfelder (gesunde Ernährung, Bewegung, Raucherprävention und psychische Gesundheit) präsentierten sich darüber hinaus Unternehmen verschiedener Branchen mit ihren gelungenes Praxisbeispielen.
 

In einer feierlichen Zeremonie wurden am Ende des zweiten Kongresstages 48 Unternehmen und Organisationen aus 20 europäischen Ländern mit dem Zertifikat „Move Europe Excellence“ ausgezeichnet. Diese Zertifikat erhielten jene, denen es in hervorragender Weise gelungen ist, gesunde Lebensstile in ihren betrieblichen Alltag zu integrieren. Insgesamt beteiligten sich europaweit sich mehr als 2.500 Unternehmen/Organisationen an der Kampagne „Move Europe“ und stellten sich im Rahmen dieser einer Selbstbewertung ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung.

Die Ergebnisse der Kampagne sind zusammengefasst im Move Europe-Projektbericht aufbereitet. Hierunter finden Sie unter anderem

  • die Ziele und die wichtigsten Daten des Projektes,
  • die Beschreibung der Entwicklung von Qualitätskriterien und des "Unternehmenschecks Gesundheit" 
  • die wichtigsten Ergebnisse der von den Unternehmen durchgeführten Selbstbewertung "Unternehmenschecks Gesundheit" 
  • die Ergebnisse der inhaltlichen Analyse guter Praxisbeispiele
  • Empfehlungen für die Politik und Unternehmen. 

Die Präsentationen zur Konferenz (4) sowie der Move-Europe-Projektbericht (5) können auf der ENWHP-Website heruntergeladen werden:

  1. World Economic Forum (PricewaterhouseCoopers): Working towards wellness. Accelerating the prevention of chronic disease, 2007 www.pwc.com/extweb/pwcpublications.nsf/docid/4D1FB58EAEB85B71852572C600707C0C
  2. WHO: Preventing chronic disease. A vital investment, 2005 www.who.int/chp/chronic_disease_report/en/index.html
  3. http://www.iga-info.de/index.php?id=113#c648
  4. http://www.enwhp.org/index.php?id=597#c926
  5. http://www.enwhp.org/index.php?id=83#c1032

6. Europäische Konferenz (PDF, 551 KB)


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