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Neue Studie: Arbeit verursacht 44 Milliarden Gesundheitskosten - „Move Europe-Unternehmen“ sparen durch betriebliche Gesundheitsförderung

Jährlich entstehen in Deutschland volkswirtschaftliche Kosten durch arbeitsbedingte Erkrankungen und Frühberentung in Höhe von rund 44 Milliarden Euro. Das hat eine aktuelle Studie des BKK Bundesverbandes ergeben.

Allein durch Muskel- und Skeletterkrankungen entstehen Kosten in Höhe von 10,8 Milliarden Euro. Unternehmen müssen Produktivitätsausfälle hinnehmen und Lohnfortzahlungen leisten, die Sozialsysteme werden durch Behandlungskosten, Krankengeldzahlungen und Einnahmeausfälle belastet.

Belastungen lassen sich zwar nicht ganz aus der Arbeitswelt entfernen, sie lassen sich aber reduzieren. Ließen sich Arbeitsschwere und Lasten heben in der Arbeitswelt vermeiden, so kämen bis zu 45 Prozent der Muskel- und Skeletterkrankungen nicht mehr vor. Frühberentungen aufgrund dieser Diagnose ließen sich um 62 Prozent reduzieren.

Mit betrieblicher Gesundheitsförderung lässt sich ein erhebliches Einsparpotenzial für Unternehmen und Sozialsysteme erschließen. Die Partnerunternehmen der Kampagne Move Europe haben sich bereits einiges einfallen lassen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu erhalten. So kommt bei Daimler das „Kraftwerk Mobil“ direkt an den Arbeitsplatz. Diese fahrbare Fitnessstudio ermöglicht den Arbeitern in der Produktion ein Ausgleichstraining für den Rücken. Unternehmen wie Deutsche Post, Otto und IBM führen regelmäßige Gesundheits-Checks und Risikoanalysen durch. 

Familienfreundliche Maßnahmen in den Großunternehmen wie SAP und VW, aber auch in den Klein- und Mittelunternehmen wie z. B. Consol sorgen für eine ausgeglichene Work-Life-Balance der Beschäftigten und helfen so, psychische Belastungen zu reduzieren. Daneben gibt es bei Bertelsmann und der Deutschen Bahn speziell Angebote für ältere Mitarbeiter, um sich den Herausforderungen des demografischen Wandels in der Arbeitswelt zu stellen.

Hier können Sie den Artikel downloaden (PDF 23 KB). 

BKK Broschüre arbeitsbedingte Gesundheitskosten (PDF, 551 KB)


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