Die Kampagne "Move Europe" initiiert vom Europäischen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) bietet Unternehmen und Organisationen eine Plattform, um ihre guten Praxisbeispiele betrieblicher Gesundheitsförderung als Move Europe-Partner auf dieser Seite zu präsentieren.
Viele Move Europe-Partner haben sich auch in diesem Jahr um den „Deutschen Unternehmenspreises Gesundheit“ beworben. Die Verleihung erfolgt am 2. Dezember 2008 im Rahmen der Veranstaltung „Wettbewerbsvorteil Gesundheit“ in Köln.
Weiterhin besteht für interessierte Unternehmen die Möglichkeit, sich an der Kampagne als Partner zu beteiligen.
Beurteilen Sie zunächst selbst die Qualität Ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung und füllen Sie hierzu den Unternehmens-Check Gesundheit aus.

Zunahme psychischer Belastungen im Job
- Move Europe im Kampf gegen Stress
Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer ist davon betroffen. Untersuchungen zeigen, dass wahrscheinlich zwischen 50 % und 60 % aller verlorenen Arbeitstage auf Stress zurückzuführen sind. Stress am Arbeitsplatz verursacht hohe Kosten, denn abgesehen vom menschlichen Leid beeinträchtigt er auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in erheblichem Maße. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat hierzu einen Internetauftritt vorbereitet.
Die Ursachen für psychische Erkrankungen sind vielfältig und die Folgen meist sehr komplex. 2006 war ein Anstieg der Arbeitsunfähigkeitstage durch Depressionen, Angsterkrankungen und andere psychiatrische Diagnosen zu verzeichnen. Mit 8,9 Prozent ist diese Krankheitsgruppe auf Rang vier der häufigsten Krankheitsarten gestiegen. Sie ist damit für jeden zwölften Arbeitsausfalltag in Deutschland verantwortlich. Vor 30 Jahren lag der vergleichbare Anteil lediglich bei zwei Prozent.

Schlechtes Betriebsklima bis hin zum Mobbing sowie Angst vor Arbeitsplatzverlust und psychomentale Belastungen wie Überforderung, Leistungs- und Zeitdruck rücken immer stärker in den Vordergrund.
Viele Unternehmen haben dies erkannt und sind aktiv in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Einen Schwerpunkt zur Erhaltung der psychischen Gesundheit haben u.a. Bertelsmann, der Rewe Markt Thönnies und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin gelegt.
Hinter jedem zehnten Fehltag am Arbeitsplatz steckt eine psychische Erkrankung. Vor allem die Leistungsträger zwischen 35 und 45 Jahren sind betroffen. Leidet ein Mitarbeiter unter Angstzuständen, sind Führungsqualitäten beim Chef gefragt. Das gelingt aber nur, wenn sich die Kranken auch eingestehen, dass sie überfordert sind. Lesen Sie mehr unter ...

Die Broschüre "Praxishilfe: Psychisch krank im Job. Was tun?" bietet Betroffenen wie Führungskräften gleichermaßen Orientierung und kompetente Hilfe. Sie ist gemeinsam von der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) und dem BKK Bundesverband entwickelt worden.
Betroffene Einzelpersonen oder auch interessierte Verantwortliche aus Unternehmen können das 44 Seiten starke Heft "Praxishilfe: Psychisch krank im Job. Was tun?" (A4-Format) kostenlos anfordern bei:
Familien-Selbsthilfe Psychiatrie
bapk@psychiatrie.de
www.psychiatrie.de
BKK BUNDESVERBAND
praevention@bkk-bv.de
www.bkk.de
Gerade die Teilhabe am Arbeitsleben ist für psychisch kranke Menschen ein wichtiger, vielfach der bedeutendste Faktor für Stabilisierung und Integration. Die Schulungen informieren Gesundheitsförderer und Beschäftigte über psychische Krankheiten und das Hilfesystem. Weitere Informationen hier ...
Schulungsangebot für Unternehmen nach dem H-I-L-F-E Konzept beim Umgang mit psychisch kranken Menschen. Veranstaltet vom Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.v. und vom BKK Bundesverband. Infoflyer
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