1. Angaben zum Unternehmen und zum Anlass der Gesundheitsaktivitäten

Art des UnternehmensStadtverwaltung Aachen, Kommunalverwaltung; mit insgesamt 47 Ämtern, Fachbereichen, Eigenbetrieben
Anzahl der Beschäftigten
4.200 Beschäftigte einschließlich Eigenbetrieben
Stellenwert des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der Organisation
Stabsstelle „Arbeit, Gesundheit, Soziales / AGS“ mit: Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Schwerbehindertenvertretung, Sozialpsychologische Mitarbeiterberatung, Stabsstelle Gesunde Verwaltung. Die Stabsstelle AGS ist dem Dezernenten für Personal, Organisation und Soziales unterstellt. Die Stadtverwaltung Aachen kommt ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, indem sie seit 1978 eigene Fachkräfte für Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit planmäßig beschäftigt. Diese sind auch überregional durch ihre Referententätigkeit für Berufsgenossenschaften bekannt.
Anlass der Aktivitäten
Modernes Unternehmenskonzept und Selbstverständnis; Schwerpunkte: Wirtschaftlichkeit / Effizienz, Zukunftsfähigkeit, Wirtschaftsförderung, Bürger- und Familienfreundlichkeit, Gesunde Arbeit / Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Besonderheiten
Über den gesetzlichen Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes hinaus hat die Stadtverwaltung Aachen seit 2005 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingeführt. BGM umfasst alle Maßnahmen, die sowohl zur Förderung der individuellen Gesundheit/gesunder Lebensstil als auch zu einer gesunden Organisation beitragen können.
Aachen liegt im Herzen Europas, im Dreiländereck und ist aufgrund seiner historischen Entwicklung von europäischer Bedeutung. Deshalb ist die Teilnahme an der Move Europe Kampagne der Stadtverwaltung Aachen ein wichtiges Anliegen.
2. Organisation und Ziele der Aktivitäten
Leitung und Steuerung der Aktivitäten:
Stabsstelle „Gesunde Verwaltung / GesuV“ (2,5 Stellen); die Stabsstelle ist unmittelbar dem Dezernenten für Personal, Organisation und Soziales unterstellt; Leitung: Soziologin, Psychotherapeutin; Leiterin der Stabsstelle leitet zugleich den Arbeitskreis „Gesundheit und Arbeit“; Mitarbeiter/Innen: 1 Dipl. Sozialarbeiterin, 1 Dipl. Verwaltungswirt sowie eine Sekretariatskraft
Ziele:
Wichtige Grundprinzipien des Ansatzes der Stadtverwaltung Aachen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM):
Organisatorische und finanzielle Reichweite der Aktivitäten
Budget der Stabsstelle: 25.000,- Euro pro Jahr
Zusätzliche Mittel über die Kooperationen mit Partnern (z.B. mit Berufsgenossenschaften, Krankenkassen)
Erreicht werden: als Kunden und Kooperationspartner:
4200 städt. Beschäftigte, Bürger – z.B. durch verbessertes Angebot der Kantinen; durch verbesserte Bedingungen in Schwimmhallen; Kindertagesstätten, die vom Kantinenbetreiber beliefert werden; örtliche Unternehmen durch Öffentlichkeitsarbeit
Einbindung der Aktivitäten in die Organisationsstruktur und -abläufe
Systematischer Aufbau und Integration in bestehende Strukturen
Verhältnisprävention
Projekte in Ämtern – mit hoher Eigenleistung der Stabsstelle – z.B. selbstständige Erstellung von Bestandsaufnahmen/Gesundheitsberichte, Moderation von Gesundheitszirkeln. Die Mittel der Stabsstelle werden teilweise für die Umsetzung von Projekt-Maßnahmen ein-gesetzt; dabei muss das Projektamt eigene Mittel in einem vorher abgestimmten Schlüssel beisteuern.
Verhaltensprävention
Umfangreiches, niedrigschwelliges (zeitliche und örtliche Nähe zur Arbeit) Kursprogramm mit laufend ca. 15 Kursen und ca. 150 Teilnehmern; erstellt und durchgeführt mit Koopera-tionspartnern: Volkshochschule und Betriebssportgemeinschaft; Einzelangebote für spezifische Beschäftigtengruppen – z.B. Call-Center. Ein erster „Raum für Gesundheit“ steht zur Verfügung
Querschnitts-Themen
3. Maßnahmen
Information und interne Öffentlichkeitsarbeit:
Intranet-Auftritt (Internet in Erstellung) mit laufender Aktualisierung – dieser umfasst:
Analyseinstrumente und -ergebnisse (z.B. Mitarbeiterbefragung, Arbeitsplatzanalysen, Krankenstandsanalysen)
Umsetzung der Analyseergebnisse in Maßnahmen: Beschreibung der Maßnahmen, insbes. unter Beachtung der Kriterien Integration, Partizipation und Verhaltens- und Verhältnisorientierung
Maßnahmenvorschläge werden in Gesundheitszirkeln – bestehend aus gewählten Mitarbei-tervertretern aller Arbeitsbereiche – auf Basis der Ergebnisse der Bestandsaufnahme erar-beitet und im Projektlenkungsausschuss beschlossen. Seit Januar 2005 bis Juni 2007 auf Basis von Bestandsaufnahmen (zwei Gesundheitsberichte – Sportamt, Fachbereich Umwelt) Umsetzung folgender Maßnahmen: (insgesamt 33 Maßnahmen, was einem Umsetzungsgrad von 85 % der angestrebten Maßnahmen entspricht)
Maßnahmen der Verhältnisprävention, z.B.
Maßnahmen der Verhaltensprävention, z.B.
4. Evaluation und Ergebnisse
Projekte: Nach Umsetzung von Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements wird – mittels verschiedener Instrumente (wie z.B.: erneute Mitarbeiterbefragung, Vergleich statistischer Materialien wie: Fehlzeiten, Unfallzahlen, Fallzahlen) – überprüft, ob bzw. in welchem Umfang die angestrebten Ziele erreicht wurden; z.B. hinsichtlich Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Verbesserung des Betriebsklimas und des Gesundheitszustandes. Bei Nichterreichung der angestrebten Ziele: Analyse der Gründe, weitere Fortführung des Pro-zesses durch abgestimmte Maßnahmen. Langfristige Ergebnissicherung und Kontinuität durch Gesundheitsbeauftragte in Ämtern und deren Zusammenarbeit in einem internen Netzwerk
Kurse: Evaluation und laufende Weiterentwicklung anhand strukturierter Auswertungsbögen; regelmäßiger Austausch mit Kursleitern und Kooperationspartnern der Kurse (Betriebssportgemeinschaft, Volkshochschule, Krankenkassen)
Führungskräfte: Evaluation und Weiterentwicklung der Fortbildung „Gesundheitsgerechte (Mitarbeiter-)Führung und Förderung eines entsprechenden Führungsstils
Vortrag vor dem Verwaltungsvorstand: jährliche Berichterstattung vor dem Verwaltungsvorstand unter besonderem Bezug auf Ergebnisse und Erfolg der Maßnahmen



Beschreibung der Fotos von links nach rechts: