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„Stadt Wolfsburg“

1. Angaben zum Unternehmen und zum Anlass der Gesundheitsaktivitäten

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Die Stadt Wolfsburg ist mit 124.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kommunales Oberzentrum im südöstlichen Niedersachsen. Die Stadtverwaltung entwickelte sich seit 1994 von einer Behörde zu einem bürgerorientierten Dienstleistungsunternehmen. Die Stadtverwaltung gliedert sich in fünf Vorstandsbereiche mit 10 Geschäftsbereichen und dem städtischen Klinikum. Die Geschäftsbereiche nehmen neben ihren Fachaufgaben dezentral Personal-, Organisations- und Finanzverantwortung wahr.

Mit der Verwaltungsreform entstand die Vision vom gesunden Betrieb, mit dem Ziel, ein System zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung zu entwickeln und bestehende Strukturen, In-strumente und Regelungen optimal zu vernetzen. In der Stadtverwaltung arbeiten etwa 2500 Menschen in rund 65 verschiedenen Berufen.

2. Organisation und Ziele der Aktivitäten

Arbeits- und Gesundheitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, betriebliche Sozial- und Suchtberatung sowie die Schwerbehindertenförderung sind als Gemeinschaftsaufgaben in einem Organisationsbereich mit dem Namen „ARGUS“ zusammengefasst, um größtmöglichen Nutzen in den genannten Bereichen zu erzielen. Kommissionen auf der Ebene der Geschäftsbereiche bearbeiten die Themen und sorgen für eine schnelle Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über Grundsatzfragen, Standards und gemeinsame Richtlinien entscheidet ein zentraler Steuerkreis, dessen Vorsitz der erste Stadtrat hat.

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Die ARGUS-Experten (Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Arbeitsmediziner, Diplom-Sportlehrer, Diplom-Sozialarbeiter) sind über eine gemeinsame Geschäftsstelle erreichbar.

Ziel ist, die Vision vom gesunden Betrieb gemeinsam mit allen Akteuren zu verwirklichen. Gesunde Verwaltung bedeutet dabei: gesunde Führung, gesunde Organisation, gesundes Arbeitsumfeld und gesunde Beschäftigte.

3. Maßnahmen

Die betriebliche Sozial- und Suchtberatung der Stadt Wolfsburg initiierte 1995/96 ein erstes Projekt zur Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt. Ging es anfangs um Schwerpunkte der Verhaltensprävention im Arbeiterbereich, so entwickelte sich durch die Forderung der Personalvertretungen ein Weg zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung für alle. Wichtig in der Verhältnisprävention war für uns das Konzept der Salutogenese von A. Antonovski. Ein Durchbruch für einen ganzheitlichen Managementansatz war die Schaffung der ARGUS-Organisation.

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Heute laufen alle Informationen von der Teilnahme an Bewegungskursen und Aktionen wie z. B. Gesundheitstagen bis zur Beschaffung eines orthopädischen Bürostuhls, der Arbeitsplatzbeurteilung, psychische Belastungen an Arbeitsplätzen (auch z. B. zu Stress und Betriebsklima) sowie die Daten des betrieblichen Eingliederungs- und des Integrationsmanagements für schwerbehinderte Menschen, also von der Prävention bis zur Nachsorge, an einer Stelle zusammen.

Der jährliche Gesundheitsbericht stellt nicht nur eindimensionale Krankenstandsbetrachtungen zur Verfügung sondern berücksichtigt das vielschichtige Berufsspektrum einer Kommunalverwaltung ebenso wie den demographischen Wandel.

4. Evaluation und Ergebnisse

Der ARGUS-Steuerkreis bewertet kontinuierlich die Wirksamkeit aller Aktivitäten.

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Alle verhaltenspräventiven Kurse werden über das interne Qualifizierungsprogramm oder als Sparte der Betriebssportgemeinschaft angeboten. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird zum Ende eines jeden Kurses erfragt und ausgewertet.

Die Wolfsburger Ergebnisse werden in dem KGSt-Gutachten „Gesundheitsmanagement“ und in der BKK-Band Nr. 29 „Die öffentliche Verwaltung - ein kranker Sektor?“ positiv bewertet.

Move Europe-Partner "Stadt Wolfsburg" (PDF, 102 KB)


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