1. Angaben zum Unternehmen und zum Anlass der Gesundheitsaktivitäten
Die E.ON Ruhrgas AG, mit knapp 2.500 Mitarbeitern, ist eine international tätige Gasgesellschaft. Unsere Kunden sind regionale und lokale Energieunternehmen, Industriebetriebe sowie Kraftwerke. Wir und unsere Beteiligungsgesellschaften bieten eine umfassende Palette von Dienstleistungen und Produkten für den Transport, die Speicherung, die Vermarktung und den Einsatz von Erdgas an.
Bei der E.ON Ruhrgas ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) fester und bedeutender Bestandteil der Personalstrategie. Die Verantwortlichkeiten für dieses Strategiefeld liegen im Bereich Personalmarketing sowie beim internen Betriebsarzt, der u. a. für die operative Begleitung und Umsetzung der Maßnahmen zuständig ist.
Eine Besonderheit im Rahmen des BGM bei E.ON Ruhrgas ist die kooperative Zusammenarbeit mit der betriebseigenen Krankenkasse (E.ON Betriebskrankenkasse/E.ON BKK), die eine sehr hohe Durchdringung (ca. 60% der E.ON Ruhrgas Mitarbeiter sind Mitglied) im Unternehmen aufweist. Alle Aktionen werden in enger Abstimmung und in Partnerschaft durchgeführt.
2. Organisation und Ziele der Aktivitäten (Fokus: Gesundheitsschutz)

Alle Aktionen werden durch den Bereich Personalmarketing und den Betriebsarzt in Kooperation mit der E.ON BKK initiiert, gesteuert und umgesetzt. Neben einem jährlich fest vereinbarten Budget besteht auch ein Bonusvertrag zwischen E.ON Ruhrgas und der E.ON BKK, der die Refinanzierung von BGM-Maßnahmen durch die Krankenkasse regelt. Damit ergibt sich ein finanzieller Spielrahmen für sämtliche Aktivitäten.
BGM kann einen Beitrag zur langfristigen Effizienzsicherung leisten. Ein hauptsächliches Ziel aller Maßnahmen ist, die Belegschaft langfristig gesund und motiviert zu halten. Das zeichnet wiederum das Erfolgspotenzial eines Unternehmens aus. Um dies zu gewährleisten, wurden im Bereich des BGM drei Handlungsfelder definiert:
Ansatzpunkte bei allen BGM-Aktionen sind dabei Krankheiten, die statistisch gesehen zu den häuftigsten Arbeitsausfällen führen bzw. zu den häufigsten Krankheiten (z. B. Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen) zählen. Zudem weist der jährlich erstellte E.ON BKK-Gesundheitsbericht, der u. a. durch den Betriebsarzt ausgewertet wird, auf wichtige Handlungsfelder hin.
3. Maßnahmen
Wie bereits erwähnt, dienen offizielle Krankenstatistiken sowie betriebsinterne Gesundheitsberichte als Grundlage für die Entwicklung von Gesundheitsaktionen. Ein Schwerpunktthema bildet bei E.ON Ruhrgas die Krebsprävention, da Krebs statistisch gesehen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist. Daneben fokussieren sich viele Maßnahmen auf die Erkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die o. g. genannte Statistik anführen.

Neben der E.ON Ruhrgas Sportgemeinschaft mit 27 Sportsparten (u. a. Segeln, Tennis, Rudern), Angeboten aus den Bereichen Rückenmobilisation, Ernährungs- und Bewegungskursen, Autogenem Training, Gesundheitstagen und „Gesundheitsgesprächen“ mit medizinischen Experten haben wir den Fokus auf den Bereich der Primärprävention gerichtet.
Im Rahmen unserer Krebsprävention bieten wir ein umfangreiches Programm an:
Die Prozesse werden durch gezielte anonyme Evaluationen mittels Fragebögen begleitet, die zum einen eine Qualitätssicherung bieten und zum anderen wertvolle Verbesserungspotenziale aufzeigen.

Das Thema „Gesundheit“ wird zudem in zahlreichen internen Medien (Intranet mit eigenem Sport- und Gesundheitsportal, Informationsflyer, Personalberichte etc.) aktiv kommuniziert und erhält so eine hohe Wahrnehmung. Im Rahmen des eingerichteten Arbeitskreises „Gesundheit“ besprechen Unternehmens- und Mitarbeitervertreter turnusmäßig aktuelle gesundheitsbezogene Themen.
4. Evaluation und Ergebnisse
Die Ergebnisse der einzelnen Gesundheitsaktionen sprechen für sich: Bei den „Hautscreening“-Aktionen, an denen im Jahr 2006 knapp 520 Mitarbeiter/innen teilgenommen haben, wurde bei ca. 5 Prozent der Beteiligten ein behandlungsnotwendiger Befund festgestellt. Die Statistik bei der Darmkrebsvorsorge ist ähnlich alarmierend (2005: bei 3,6 Prozent der Teilnehmer okkultes Blut).
Bei der konzernweit durchgeführten Mitarbeiterbefragung 2005 haben auf die Frage: „Mit dem Gesundheitsschutz und der Arbeitssicherheit in meinem Arbeitsumfeld bin ich zufrieden.“ 92 Prozent aller Mitarbeiter/innen mit einem klaren JA geantwortet. Dieses Ergebnis korreliert positiv mit der hohen Unternehmensidentifikation (93 Prozent) der Mitarbeiter/innen. Diese Identifikation hängt wiederum mit einer positiven Einstellung zur Leistungsbereitschaft zusammen. Alleine diese "kurze" Kette positiver Abhängigkeiten verdeutlicht, dass Maßnahmen des BGM einen weitaus größeren Radius in der Wirkung haben als nur auf die körperliche Gesundheit.
Zukünftig gesehen gibt es noch viele Aktionsfelder, die in den nächsten Monaten stärker ausgebaut werden sollen: Neben dem Projekt „Gesunde Küche“ wird E.ON Ruhrgas auch das Thema „Raucherprävention“ stärker fokussieren. Zudem wird in 2008 das Handlungsfeld „Stress“ schwerpunktmäßig behandelt, da dieses bedeutsamer Bestandteil der E.ON Ruhrgas Personalstrategie 2008 ist.
Move Europe-Partner "E.ON Ruhrgas AG" (PDF, 110 KB)