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Was ist BGF?

Wie auch in anderen Industrieländern befindet sich die Arbeitswelt in Deutschland in einem tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Umbruch. Der Wettbewerb verschärft sich; verstärkte Dienstleistungsorientierung und Personalabbau setzen sich ebenso durch wie neue Informationstechnologien und neue Beschäftigungsverhältnisse (z.B. Teilzeit- und Telearbeit). Der Anteil älterer Arbeitnehmer steigt.

Die Entwicklung hat enorme Konsequenzen für Betriebe, noch mehr aber für deren Beschäftigte. Von ihnen werden mehr Tempo, mehr Flexibilität, mehr Qualität und permanente Lernbereitschaft erwartet. Nur mit motivierten, gut qualifizierten und vor allem gesunden Arbeitnehmern können Unternehmen darum die wirtschaftlichen Herausforderungen von heute erfolgreich bewältigen und ihre Chancen von morgen nutzen.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist eine moderne Unternehmensstrategie zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz. Sie umfasst die Optimierung der Arbeitsorganisation und Arbeitsumgebung, die Förderung aktiver Teilnahme aller Beteiligten sowie die Unterstützung der Personalentwicklung bei der Realisierung dieser Ziele. BGF zielt sowohl auf eine gesundheitliche Gestaltung der Arbeitsabläufe als auch auf Anreize für ein gesundheitsbewusstes Verhalten der Beschäftigten. Alle Gesundheitspotentiale in Unternehmen und Organisationen werden so gestärkt.

Zu den Handlungsfeldern der BGF gehören u.a.:


Qualitätskriterien der BGF

In den vergangen Jahren hat sich die Auffassung von Gesundheit grundlegend gewandelt. Heute sehen wir in ihr nicht mehr ein Ergebnis, sondern vielmehr einen Prozess, bei dem der Mensch nicht mehr bloß als ein vor Krankheiten und Unfällen zu schützendes Subjekt aufgefasst wird. Das neue Verständnis von Gesundheit umfasst das physische und psychische Wohlbefinden, die Lebensqualität und ein lebenslanges Lernen. Es betrachtet den Menschen als Ganzes in seiner Entwicklung, mit allen Potenzialen, die es zu entfalten gilt.

Eine Grundlage für die qualitätsgerechte, vorbildliche Umsetzung des neuen Verständnisses bilden die vom Europäischen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) entwickelten Qualitätskriterien. Diese lehnen sich an das Modell der Europäischen Stiftung für Qualitätsmanagement an und ermöglichen es, Gesundheitsförderung in das betriebliche Qualitätsmanagement einzubeziehen. Die Qualitätskriterien erstrecken sich auf folgende fünf Bereiche: Unternehmenspolitik, Personalwesen und Arbeitsorganisation, Soziale Verantwortung, die Planung und Umsetzung betrieblicher Gesundheitsförderung, sowie auf deren Evaluation.





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